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Department of German

Students walking across campus

Alumni Brief 2011

Washington im Juli 2011

Liebe Ehemalige, liebe Freunde,

das Feuerwerk am 4. Juli war sehr schön und festlich und hat den Hochsommer eingeläutet. Das Wetter ist nun auch pünktlich wieder so richtig typisch für Washington geworden: heiss und schwül, dass man am liebsten in klimatisierten Räumen ist oder im Pool schwimmen geht. Die erste Sommerschule ist vorbei. Es gibt wenig Leute auf dem Campus. Alle Professoren aus der Deutschabteilung sind irgendwo auf der Welt, halten Vorträge oder forschen und schreiben an ihren Büchern. Prof. Byrnes erst in Argentinien und Paraguay, nun in Warschau und dann in China, Prof. Eigler, Dupree und Sieg in Berlin, Prof. Ryshina-Pankova in Taiwan, China und verschiedenen europäischen Staaten, Prof. Murphy in Dänemark. Und ich bin hier in Washington.

Ich bin noch einmal für drei Jahre Chair der Abteilung geworden. Ich freue mich auf die Jahre und hoffe, einige Projekte zu initiieren und zu einem guten Abschluss zu bringen. Dinge verändern sich oft langsam an Universitäten, aber sie sind manchmal doch dynamisch und nehmen doch Gestalt an, genau so wie das neue Gebäude der Naturwissenschaften, das ich jeden Tag vor meinem Bürofenster wachsen sehe.

Das letzte Jahr war gut für uns. Wir konnten mit Prof. Birgit Dahlke unsere erste von der Max Kade Stiftung gesponsorte Gastprofessorin willkommen heissen. Für nächstes Jahr haben wir das Geld wieder bekommen. Der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Hans-Michael Speier aus Berlin wird 2012 Max Kade Visiting Writer-in-Residence bei uns sein und einen Kurs für Undergrads und einen für unsere Graduates unterrichten. Letztes Jahr war auch Dominik Finkelde, S.J., von der Hochschule für Philosophie in München auf unsere Einladung als Gastprofessor hier in Georgetown und hat nicht nur in der Deutsch-Abteilung, sondern auch in der Philosophie-Abteilung einen Kurs unterrichtet. Es ist gut, die Präsenz eines jungen Jesuiten in der Abteilung zu haben.

Neben den vielen Aktivitäten der einzelnen Professoren gab es auch einige gemeinsame Initiativen. Unsere Abteilung ist eines der Gründungsmitglieder des „Consortium on Useful Assessment in Language and Humanities Education.“ In dieser Gruppe, zu der bisher verschiedene Abteilungen von University of Notre Dame, Emory University und Rice University gehören, wollen wir gute Modelle erarbeiten, wie man – auf eine intelligente Art! – das Lernen der Studenten in den „Humanities“ dokumentieren kann. Für uns schliesst das direkt an die Arbeit an, die wir vor einigen Jahren über das Erlernen des Deutschen gemacht haben. Auch hier wollen wir wieder die Abteilung in den USA sein, die als erste innovative, exemplarische Modelle anbietet.

Eine weitere schöne Sache ist, dass unsere Studenten besonders erfolgreich bei der Bewerbung um Stipendien sind. Zwei Undergraduates, Ashley Bradford (German)und Robert Shoemaker (SFS), haben Stipendien vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) für ihr Studium an der Ludwig Maximilian Universität in München erhalten. Ph.D. Kandidatin Brooke Kreitinger hat ein DAAD Stipendium für das Studium an der Universität Trier. Für nächstes Jahr haben Ph.D. Kandidatinnen Tessa Wegener und Anna Zimmer ebenfalls Stipendien vom DAAD bzw. der Fulbright Commission erhalten, um ihre Dissertationen in Berlin bzw. in Wien fertig zu schreiben.

Diesen Sommer war auch ein Jubiläum, mit dem sich viele von Ihnen sicher identifizieren können: Das Sommerprogramm in Trier hat zum 40. Mal stattgefunden. Viele von Ihnen werden daran zurückdenken können, wie Sie selbst an dem Programm teilgenommen haben. Über die Jahre hat sich das Programm verändert und sich noch stärker auf die Region Trier und das Leben in einem anderen Land konzentriert. Wie immer spielen dabei die Gastfamilien, mit denen die Studenten während des Programms leben, eine grosse Rolle. Auch programmatisch sind einige Dinge neu, z.B. das „Social Services Colloquium“, bei dem die Studenten ca. 15-20 Stunden pro Woche in einer Einrichtung für psychisch Kranke arbeiten und parallel dazu akademische Arbeiten zu diesem Erlebnis schreiben.

Am Ende des Programms gab es dieses Jahr eine kleine Feier im Weingut von Nell, auf der auch der Universitätspräsident der Uni Trier, Prof. Peter Schwenkmezger, eine Ansprache hielt. Das Trier-Programm ist ein enorm wichtiger Aspekt der Erfahrungen unserer Studenten, den wir allen eröffnen wollen. Daher haben wir auch eine Reihe von Stipendien für Studenten, die sonst nicht die Resourcen haben, daran teilzunehmen. In den letzten beiden Jahren hat sich auch eine kleine Gruppe von Ehemaligen zusammengetan und als „Freunde-des-Trier-Prgramms“ zwei zusätzliche Reisestipendien ermöglicht. Da können auch andere Alumni mitmachen, sodass wir vielleicht mehr Stipendien vergeben können!

Für das nächste akademische Jahr haben wir wieder einige Dinge geplant. Unsere Studentin Ashley Bradford, die gerade ein Auslandsjahr an der LMU in München abschließt, wurde als DAAD Young Ambassador ausgezeichnet und wird gemeinsam mit der Abteilung Veranstaltungen zum Studium in Deutschland organisieren. Unter der Mitarbeit des deutschen Informationszentrums werden wir an "do Deutsch Campus Weeks" teilnehmen, wobei unsere Studenten den Einfluss von Deutschen in Washington erforschen und per Video/Youtube dokumentieren werden. Prof. Astrid Weigert ist wieder Projektleiterin. Im Laufe des Jahres wird ein langsamer Prozess beginnen, mit dem Prof. Byrnes als neue Herausgeberin einer der Top-Zeitschriften in Angewandter Linguistik, des Modern Language Journal, installiert wird. Damit haben wir dann zwei prominente Zeitschriften in der Abteilung, da Prof. Weigert weiterhin die Herausgeberin der Buchrezensionen des German Quarterly ist. Prof. Murphy wird im Frühling als Jesuit Chair ein Semester an der Fordham University verbringen – eine große Ehre. Wir sind froh, dass Prof. Eigler nach einem Jahr in Berlin wieder bei uns sein wird. Prof. Sieg organisiert wieder eine Konferenz, Prof. Dupree und Prof. Ryshina jeweils eine Vortragsreihe. Ich selbst hoffe, gemeinsam mit Kollegen aus der Spanisch-Abteilung eine Konferenz zu Repräsentationen von Arbeit in Kunst und Literatur zu organisieren. Es wird jedenfalls sicher ein volles Jahr werden. Detailierte Informationen und Neuigkeiten finden Sie immer auf unserer Webseite.

In diesen heissen Sommertagen, wenn alles etwas langsamer zu gehen scheint, ist es schön, wenn man ein wenig Zeit hat, über alle Aktivitäten nachzudenken. Ich hoffe, dass auch Sie diese Zeit haben. Wie immer schicke ich von uns allen viele Grüße und die Einladung auf einen Besuch, wenn Sie in Washington sind. Bei uns auf dem Hilltop stehen die Türen immer offen. In diesem Sinne ein herzliches Hoya Saxa und beste Grüße,

Ihr

Peter C. Pfeiffer
Professor and Chair

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Phone (202) 687-6051
Fax (202) 687-7568
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